Vereinschronik

am .

1897

Am 17. Januar des Jahres 1897 fand die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Bessingen statt, zu der insbesondere Herr Kreisfeuerwehrinspektor Loos aus Gießen, der 1. Hauptmann der Gießener Freiwilligen Feuerwehr G.L. Gail, der Großherzogliche Bürgermeister der Gemeinde Nieder-Bessingen Horst sowie 40 männliche Bürger aus Nieder-Bessingen erschienen waren.
Als Vorstand wurde an diesem Tage gewählt:
  • 1. Kommandant: Georg Hau
  • 2. Kommandant: Heinrich Walter II.
  • Schriftführer: Heinrich Walter II.
  • Rechner: Wendelin Diehl
Außerdem wurden die Führer für die Spitzenmannschaft und für die Steiger gewählt.
 
Folgende Kameraden traten als Gründungsmitglieder bei:
  • Georg Hau
  • Adam Roth
  • Georg Klös III.
  • Heinrich Walter II.
  • Heinrich Klös III.
  • Heinrich Lamp
  • Heinrich Braun I.
  • Heinrich Lotz II.
  • Wilhelm Lotz III.
  • Georg Stein
  • Karl Roth I.
  • Georg Steuernagel II.
  • Wilhelm Schröder
  • Johannes Schlößinger
  • Heinrich Roth VII.
  • Georg Gontrum IV.
  • Karl Roth II.
  • Johannes Pein IV.
  • Georg Haas
  • Johannes Walther VII.
  • Heinrich Brück IV.
  • Georg Keller
  • Philipp Damm
  • Heinrich Roth VI.
  • Wendelin Diehl
  • Karl Eisenfäller
  • Georg Blei II.
  • Ludwig Olemhotz
  • Georg Roth VII.
  • Georg Lotz
  • Philipp Schmalz
  • Johannes Lotz I.
  • Otto Keiber
  • Philipp Heinrich Walther
  • Johannes Schröder IV.
  • Heinrich Lutz IV.
  • Johannes Weiß
  • Ludwig Lotz
  • Wilhelm Fach
  • Konrad Klös
Der Beitrag wurde damals auf 10 Pfennige pro Monat festgesetzt. Ferner mußte jeder, der später der Freiwilligen Feuerwehr beitrat, ein Eintrittsgeld von 1.-- Mark zahlen; die Ehrenmitglieder zahlten eine freiwillige Spende. Daß dies fur die damalige Zeit kein unbedeutender Betrag war, verdeutlicht das folgende Beispiel:
Ein Faß Bier von 29 Liter, welches bei der Jahreshauptversammlung am 20. Februar 1898 getrunken wurde, kostete 6.38 Mark.
 

1899

Am 26. Juli wurde die Wehr zur Brandhilfe nach Ettingshausen gerufen, wo ein Schadenfeuer wütete (Wortlaut des Protokolls).
 

1906

Am 13. Mai, mittags kurz nach 12.00 Uhr, wurde die Wehr durch Feueralarm zur Scheune des Johannes Steuernagel V. gerufen, welche durch einen Blitzeinschlag in Brand geraten war und bis auf die Grundmauern niederbrannte.
 

1910

Am 15. August, nachmittags 19.30 Uhr, Blitzeinschlag in der Scheune der Witwe Stein, welche vollständig niederbrannte. Glücklicherweise konnte sämtliches Vieh gerettet werden. Durch Hilfeleistung der Feuerwehr Ober-Bessingen konnten angrenzende Gebäude vor dem Übergriff der Flammen geschützt werden.
 

1914

Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
Von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr wurden 28 Mann zum Kriegsdienst einberufen. Hiervon kehrten drei Kameraden nicht wieder zurück:
  • Karl Roth - gefallen
  • Johannes Reinh. Willbrand - vermisst
  • Georg Haas - vermisst
 

1920

Die Freiwillige Feuerwehr tritt dem Kreisverband der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gießen bei.
 

1921

Am 26. September, nachts gegen 01.00 Uhr, wurde die Wehr zur Brandhilfe nach Ettingshausen gerufen, von wo sie morgens gegen 05.00 Uhr zurückkehrte.
 

1925

Bei der stattfindenden Jahreshauptversammlung verzichteten der 1. Kommandant Georg Hau, der 2. Kommandant Konrad Klös und Rechner Wendelin Diehl aus Altersgründen auf eine erneute Wiederwahl.
Durch Neuwahl setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen:
1. Kommandant Otto Brock
2. Kommandant Otto Müller
  • Rechner Gustav Sack
  • Führer der Spritzenmannschaft Georg Roth VII.
  • Steigerführer Johannes Pein IV.
  • Zeugwart Heinrich Steuernagel III.
  • Spritzenmeister Karl Weber
Der bisherige 1. Kommandant Georg Hau wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.
Am 3. September, nachts 00.15 Uhr, wurde die Wehr zur Brandhilfe nach Nonnenroth gerufen, wo im Sägewerk Rinker Feuer ausgebrochen war.
 
1937
Am 8. August feierte die Freiwillige Feuerwehr Nieder-Bessingen ihr 40-jahriges Bestehen. Dieses Fest war verbunden mit dem Herbstverbandstag der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gießen. Am Festzug, der sich am Sonntagmittag durch das Dorf bewegte, nahmen 1160 uniformierte Feuerwehrkameraden des Kreises Gießen teil.
 
1939
Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. - Von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr wurden 36 Kameraden zum Kriegsdienst eingezogen. Von diesen Kameraden kehrten 11 nicht wieder in die Heimat zurück:
  • Emil Willbrand - gefallen
  • Willi Steuernagel - vermißt
  • Heinrich Steuernagel V. - gefallen
  • Hermann Schröder - vermißt
  • Heinrich Brock - gefallen
  • Otto Walther - vermißt
  • Robert Walter - vermißt
  • Ernst Albach - in Gefangenschaft verstorben
  • Heinrich Schlößinger - vermißt
  • Emil Zimmer - in Gefangenschaft verstorben
  • Ernst Pein II. - vermißt
Da die meisten aktiven Feuerwehrkameraden zur Wehrmacht eingezogen waren, ruhte die Vereinstätigkeit wahrend des Krieges vollkommen und nach dem Krieg, bedingt durch die eingetretenen Verhältnisse, war niemand bereit, eine Uniform anzulegen oder einer Organisation anzugehören.
Hier wurde aber sehr bald festgestellt, daß es ohne Brandschutz, bzw. ohne Feuerwehr nicht geht und so wurden auf Anordnung der oberen Verwaltungsbehörden die Gemeindeverwaltungen aufgefordert, in den Orten wieder für einen gesicherten Brandschutz zu sorgen.
Dieser Neuaufbau vollzog sich, ebenfalls bedingt durch die bestehenden Verhältnisse, nur sehr zögernd.
Im Jahre 1947 übernahm Georg Klös I., welcher als Kriegsteilnehmer im Dezember 1946 aus der Gefangenschaft zuruckgekehrt war, die Wehr und setzte sich sehr aktiv für den Neuaufbau ein. Unterstützt wurde er dabei durch seinen Stellvertreter Karl Weber.
Gar viele der alten Kameraden hatten inzwischen eingesehen, daß es ohne eine gut ausgebildete Feuerwehr nicht geht und stellten sich wieder zur Verfügung. So wurde denn der, durch den Krieg und seinen Ausgang verursachte, Rückschlag schnell überwunden.


1948

Die Wehr wurde zu zwei Waldbränden gerufen, welche zum einen im Wald der eigenen Gemeinde und zum anderen im Langsdorfer Wald für Schaden sorgten.
 

1949

Für den durch Umzug ausgeschiedenen 2. Kommandanten, Karl Weber, wird Friedrich Wilhelm Schröder zum stellvertretenden Kommandanten ernannt.
 

1950

Die ersten freien Vorstandswahlen ergaben in diesem Jahr folgendes Ergebnis:
  • Ortsbrandmeister u. 1. Vors. Georg Klös I.
  • Stellv.-Ortsbrandmeister u. 2. Vors. Friedrich-Wilh. Schröder
  • Rechner Gustav Sack
  • Schriftführer Wilhelm Keil
Der frühere 1. Kommandant und Ortsbrandmeister Otto Brück wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.
 

1954

Die Wehr wurde bei einem Waldbrand am Langen-Berg (Fürstlicher Wald) eingesetzt und dadurch größerer Schaden vermieden.
 

1956

Für den aus Altersgründen auf eine Wiederwahl verzichtenden Ortsbrandmeister Georg Klös I. wurde dessen Stellvertreter Friedrich-Wilhelm Schröder zum Ortsbrandmeister gewählt.
  • Stellv.-Ortsbrandmeister u. 2. Vors. Georg Riedmann
  • Rechner Gustav Sack
  • Schriftführer Wilhelm Keil
  • Pressewart Willi Fuchs
Der bisherige Ortsbrandmeister Georg Klös I. wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.
 

1960

Bis auf den freiwillig ausscheidenden stellvertretenden Ortsbrandmeister Georg Riedmann jr., wurde der Vorstand bei der Jahreshauptversammlung in ihren Ämtern bestätigt. Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Erwin Nier.
 

1961

Bei der Neuwahl des Vorstandes (nähere Begründung im Protokoll) ergab sich folgende Zusammensetzung:
Ortsbrandmeister u. 1. Vors. Erwin Nier
Stellv.-Ortsbrandmeister u. 2. Vors. Otto Balser
Rechner Gustav Sack
Schriftführer Wilhelm Keil
Pressewart Willi Fuchs
Am 30. September wurde das Dorfgemeinschaftshaus mit neuem Feuerwehrgerätehaus eingeweiht.
 

1965

Für den verstorbenen Ortsbrandmeister und 1. Vorsitzenden Erwin Nier wurde Otto Balser zu seinem Nachfolger gewählt. Der übrige Vorstand setzte sich zusammen aus:
  • Stellv.-Ortsbrandmeister u. 2. Vors. Wolfgang Lotz
  • Rechner Gustav Sack
  • Schriftführer Wilhelm Keil
  • Pressewart Robert Blöcher
 

1966

Für den verstorbenen Rechner Gustav Sack wurde Erwin Klös als Rechner neu gewählt.
 

1969

Bei der turnusgemäßen Neuwahl des Vorstandes ergaben sich, bis auf die Position des Pressewartes, keine Veränderungen. Für den verstorbenen Kameraden Robert Blöcher wurde Klaus Gellert zum Pressewart gewählt.
Nach einem Tragkraftspritzenanhänger aus dem Jahre 1959, erhielt die Wehr in diesem Jahr ihr erstes Löschfahrzeug, ein Tragkraftspritzenfahrzeug Model Ford Transit; welches bis zum Jahre 1989 seinen Dienst als Einsatzfahrzeug versah und anschließend als Mannschaftstransportwagen genutzt wurde.
 

1971

Am 14. Oktober wurde durch Initiative von Ortsbrandmeister Otto Balser eine Jugendfeuerwehr gegründet. Als erste Jugendfeuerwehrwarte wurden Horst Riedmann und Rolf Hartmann ernannt.
Der erste Jugendfeuerwehrausschuß bestand aus:
  • Jugendgruppenleiter Manfred Gellert
  • Stellvertreter Hartmut Schäfer
  • Rechner Joachim Aff
  • Schriftführer Heimo Pein
Folgende Jugendlichen traten der Jugendfeuerwehr als Gründungsmitglieder bei:
  • Manfred Gellert
  • Joachim Aff
  • Peter Gröbl
  • Heimo Pein
  • Karl-Heinz Riedmann
  • Heinz-Jürgen Schäfer
  • Uwe Schulz
  • Bernd Swoboda
  • Falk Herth
  • Harry Herth
  • Hartmut Schäfer
  • Heinz-Dieter Blumöhr
  • Hartmut Gröbl
  • Horst Schmidt
  • Harald Lotz
  • Klaus Bayer
 
 

1972

Vom 24.6.-26.6. fand das 75-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Bessingen in Verbindung mit dem 26. Kreisfeuerwehrtag des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen statt.
Während des Kommersabends fand die feierliche Weihe unseres Banners statt, welche von Kreisbrandinspektor Otto Schaaf durchgeführt wurde. Das Banner war zuvor durch eine großzügige Spendenaktion der Bevölkerung Nieder-Bessingens gestiftet worden.
 

1973

Bereits ein Jahr nach Aufnahme der Ausbildungstätigkeiten, belegte die Jugendfeuerwehr bei den Kreisjugendfeuerwehrwettkämpfen den 2. Platz.
 

1974

Bei der Jahreshauptversammlung wird Werner Balser als Pressewart in den Vorstand gewählt.
 

1975

Heimo Pein wird zum Nachfolger des langjährigen Schriftführers Wilhelm Keil gewählt, der dieses Amt seit dem Jahr 1950 inne hatte.
Die ersten in der Jugendfeuerwehr ausgebildeten Jugendlichen werden in die Einsatzabteilung übernommen.
Werner Balser löst Rolf Hartmann in der Funktion des Jugendfeuerwehrwartes ab.
 

1976

Nach Kamerad Werner Balser übernimmt Hartmut Schäfer als Jugendfeuerwehrwart die Ausbildung der Jugendlichen.
 

1978

Die Vorstandswahlen des Jahres ergeben folgende Besetzung:
  • Wehrführer u. 1. Vorsitzender Otto Balser
  • Stellv.-Wehrführer u. 2. Vorsitzender Wolfgang Lotz
  • Rechner Erwin Klös
  • Schriftführer Heimo Pein
 

1981

Heinz-Wilhelm Keil übernimmt von Heimo Pein das Amt des Schriftführers.
 

1982

Am 25. April wird die Wehr zu einem Zimmerbrand in Nieder-Bessingen gerufen, welcher durch beherztes Eingreifen schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.
 

1983

Für den nicht mehr zur Wahl stehenden Wehrführer und 1. Vorsitzenden Otto Balser, der die Wehr 18 Jahre vorbildlich geführt hatte, wird Wolfgang Schröder zum Wehrführer und 1. Vorsitzenden gewählt.
Der übrige Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
  • Stellv.-Wehrführer u. 2. Vorsitzender Werner Balser
  • Rechner Heinz Kaiser
  • Schriftführer Heinz-Wilhelm Keil
Jugendfeuerwehrwart Hartmut Schäfer übergibt die Leitung der Jugendfeuerwehr an Jürgen Bechthold.
Am 25. Juli, gegen 20.30 Uhr steht die Scheune von Josef Swoboda in Flammen. Die Freiwillige Feuerwehr kämpft gemeinsam mit den Wehren aus Lich, Hungen, Ober-Bessingen und der Betriebsfeuerwehr Ihring-Melchior aus Lich gegen ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und angrenzende Gebäude.
So konnte eine Katastrophe im dichtbebauten Ortskern verhindert werden.
 

1984

Im Februar wird unsere Wehr zu einem mehrtägigem Einsatz bei einem Katastrophenalarm nach Gießen gerufen, bei dem die Innenstadt durch Hochwasser der Lahn und der Wieseck überflutet war.
 

1985

Unsere Jugendfeuerwehr gewinnt zum ersten Mal den Stadtpokal der Jugendfeuerwehren der Stadt Lich.
Die alte Feuerwehrspritze aus dem Jahre 1903 wird in zahlreichen Arbeitsstunden in Eigenleistung durch Mitglieder der Einsatzabteilung restauriert.
 

1986

Verbunden mit einem zünftigen Sommerfest wird das 15-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr am Gerätehaus gefeiert. Nachmittags wird der Stadtpokalwettkampf der Jugendfeuerwehren der Stadt Lich erstmalig auf eigenem Gelände ausgerichtet.
Die erste Mannschaft der Jugendfeuerwehr absolviert im September die Leistungsspangenabnahme in Hungen.
 

1987

Im Januar übernimmt Ralf Hablowetz die Leitung der Jugendfeuerwehr von Jugendfeuerwehrwart Jürgen Bechthold.
Am 31. Mai siegt die Wettkampfmannschaft der Jugendfeuerwehr Nieder-Bessingen bei den Kreisjugendfeuerwehrwettkämpfen in Fernwald-Steinbach.
Am 12. Oktober wird die Einsatzabteilung zu einer technischen Hilfeleistung vor dem Langsdorfer Wald gerufen. Ein mit Futtermittel beladener LKW war umgestürzt. Der beginnende Motorbrand wurde gelöscht und austretender Kraftstoff aufgenommen.
 

1988

Bei den Vorstandswahlen wird Werner Balser für den nicht mehr zur Wahl stehenden Wehrführer und 1. Vorsitzenden Wolfgang Schröder zu dessen Nachfolger gewählt.
Der übrige Vorstand setzte sich aus folgenden Kameraden zusammen:
  • Stellv.-Wehrführer u. 2. Vorsitzender Ralf Hablowetz
  • Rechner Volker Röhlich
  • Schriftführer Heinz-Wilhelm Keil
  • Pressewart Robert Schmitt
Im Raum der ehemaligen Gefriergemeinschaft wird der Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr fertiggestellt, welcher direkt neben dem Gerätehaus liegt und zum größten Teil in Eigenleistung der Kameraden der Einsatzabteilung errichtet wurde.
 

1989

Am 18. Februar wird der Einsatzabteilung ein neues Einsatzfahrzeug durch Bürgermeister Ludwig Seiboldt und Kreisbrandinspektor Otto Schaaf übergeben. Es handelt sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug Model Volkswagen LT 35.
 

1990

Bei den Neuwahlen des Vorstandes wird Armin Günther zum Pressewart und Jürgen Bechthold zum Rechner gewählt.
 

1991

Verbunden mit den Stadtpokalwettkämpfen der Jugendfeuerwehren der Stadt Lich wird das 20-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr gefeiert.
 

1992

Ralf Hablowetz übergibt das Amt des Jugendfeuerwehrwartes an Sven Keil. Hans-Jürgen Pein wird während der Jahreshauptversammlung für Armin Günther zum neuen Pressewart gewählt.
 

1993

Für den nicht mehr zur Wahl stehenden Wehrführer und 1. Vorsitzenden Werner Balser wird Ralf Hablowetz zu dessen Nachfolger gewählt.
Der Vorstand setzte sich außerdem aus folgenden Kameraden zusammen:
  • Stellv.-Wehrführer u. 2. Vorsitzender Volker Röhlich
  • Rechner Jürgen Bechthold
  • Schriftführer Heinz-Wilhelm Keil
  • Pressewart Hans Jürgen Pein
Werner Balser und Ralf Hablowetz erhalten von Kreisjugendfeuerwehrwart Ernst Lichtblau für ihre besonderen Verdienste zur Förderung der Jugendarbeit die Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber.
Am 33. Hessentag in Lich nimmt die alte Feuerwehrspritze der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Jahre 1903 als Motiv der Ortsvereine Nieder-Bessingen am Festzug teil.
Gefahren wurde sie von den Ehrenmitgliedern Ludwig Petri und Artur Strack. Bei der Vorbereitung wurden sie von Ehrenmitglied Otto Zimmer unterstützt.
Die Einsatzabteilung leistete während des Hessentages insgesamt 132 Stunden Brandschutzsicherheitsdienst.
 

1994

Harald Lotz löst bei den Vorstandswahlen Jürgen Bechthold als Rechner ab. Markus Pompalla wird für Hans-Jürgen Pein zum neuen Pressewart gewählt.
 

1995

In den frühen Morgenstunden des 21. Januar wird die Einsatzabteilung zum Brand der historischen Gaststätte "Zum Löwen" in Nieder-Bessingen gerufen.
Durch das schnelle Eingreifen der Wehr konnte eine Ausdehnung des Brandes in der Gaststube und im Treppenraum auf die angrenzenden Räume verhindert werden.
 

1996

Rechner Harald Lotz, Schriftführer Heinz-Wilhelm Keil und Pressewart Markus Pompalla werden bei der Jahreshauptversammlung in ihren Ämtern bestätigt.
Vom 5.-7. Juli wird das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr in Verbindung mit der Kirmes gefeiert. Am Samstag findet neben der Übergabe einer neuen Tragkraftspritze 8/8 ein Jugendfeuerwehrwettkampf nach der alten Richtlinie mit vier ehemaligen Siegermannschaften aus den Jahren 1973,
1987, 1990 und 1992 im Wiesengrund statt.
Beim Brand eines Wohnmobils am 29. August kann durch das rasche Eingreifen unserer Wehr ein Übergreifen des Brandes auf die beiden angrenzenden Gebäude verhindert werden.
 

1997

Am 17. Januar, dem Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr, findet im
Dorfgemeinschaftshaus die 100. Jahreshauptversammlung statt.
Jugendfeuerwehrwart Sven Keil übergibt sein Amt nach fünfjähriger, erfolgreicher Tätigkeit an Thorsten Vekens.
Vom 4.-7. Juli wird unser 100-jähriges Jubiläum in Verbindung mit dem 51. Kreisfeuerwehrtag des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen gefeiert - ein Video dazu finden Sie hier...
 

1998

Nach den Neuwahlen der Jahreshauptversammlung setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:
  • Wehrführer u. 1. Vorsitzender Ralf Hablowetz
  • Stellv.-Wehrführer u. 2. Vorsitzender Jörg Keil
  • Pressewart Udo Kubatzki
  • Rechner Harald Lotz
  • Schriftführer Heinz-Wilhelm Keil
 

2000

Aufgrund eines Beschlusses in der Jahreshauptversammlung, werden von nun an die Ämter Wehrführer / 1. Vorsitzender und stellv. Wehrführer / 2. Vorsitzender in vier Ämter geteilt. Damit setzt sich der Vorstand aus folgenden Kameraden zusammen:
  • Wehrführer Jörg Keil
  • stellv. Wehrführer Markus Pompalla
  • 1. Vorsitzender Ralf Hablowetz
  • 2. Vorsitzender Thorsten Vekens
  • stellv. Wehrführer Markus Pompalla
  • Rechner Harald Lotz
  • Schriftführer Heinz-Theo Wagner
  • 1. Beisitzer Hans-Jürgen Pein
  • 2. Beisitzer Alexander Gottuck
Thorsten Vekens legte im Sommer sein Amt als 2. Vorsitzender nieder.
 

2001

Als Nachfolger für Thorsten Vekens wird Klaus Wörner als 2. Vorsitzender gewählt.
Am 14. Februar erlebten die Feuerwehrleute eine ganz außergewöhnliche Alarmierung. Die Sirene war defekt, fing zu heulen an. Erst als der Wehrführer eine halbe Stunde später eintraf brachte er sie nur durch Abschalten der Sicherung zur Ruhe.
 

2002

Bei den Neuwahlen legt Alexander Gottuck sein Amt als Beisitzer nieder. Nachfolger wird Dierk Keil. Der Rest des Vorstandes wird in seinen Ämtern bestätigt.
 

2003

Jörg Keil legt aus verschiedenen Gründen sein Amt als Wehrführer nieder. Nachfolger wird Markus Pompalla, der bisher Stellvertreter war. Das Amt des stellvertretenden Wehrführer übernimmt Thorsten Vekens.
Aufgrund des Hochwassers bricht die Feuerwehr in diesem Jahr sämtliche Rekorde und fährt innerhalb von nur 24 Stunden vier Einsätze. Das Jahr 2003 führt zu einem Rekord an Einsätzen und Lehrgängen der Einsatzabteilung.
 

2004

Der Vorstand stellt sich bis auf den Pressewart wieder zur Wahl und wird in seinen Ämtern bestätigt. Neuer Pressewart wird Marcel Schröder.
Die Mädchenmannschaft der Jugendfeuerwehr wird als erste Mannschaft des Kreis Gießen Hessenmeister.
 

2005

Zur Jahreshauptversammlung tritt Klaus Wörner als 2. Vorsitzender zurück. Nachfolger wird Axel Lotz.
Die Mädchenmannschaft der Jugendfeuerwehr wird Deutscher Meister und Mädchen- und Jungenmannschaft wird Vizehessenmeister.
 

2006

An der Jahreshauptversammlung steht bis auf den Stellvertretenden Wehrführer und den Pressewart der gesamte Vorstand zur Wiederwahl und wird in seinen Ämtern bestätigt. Neuer Pressewart wird Christian Krause. Da Dierk Keil neuer Stellv. Wehrführer wird, ist ein neuer Beisitzer von Nöten. Dieser wird Carsten Kestawitz. Den alten Pressewart ersetzt Christan Krause.
Im April gibt der Motor des zweiten Fahrzeugs den Geist auf. Da die Stadt Lich freundlicherweise die für 2007 geplante Bezuschussung auf 2006 vorzieht, gelingt es im November einen neuen Mannschaftstransportwagen in Betrieb zu nehmen. Dies ist nicht zuletzt ebenfalls den zahlreichen Spenden der Nieder-Bessinger Bevölkerung zu verdanken
Die Jugendfeuerwehr stellt einen neuen Rekord auf und qualifiziert sich gleich mit zwei Mannschaften für die deutsche Meisterschaft 2007.
 

2007

An der Jahreshauptversammlung wird Thorsten Vekens einstimmig in seinem Amt als Jugendwart bestätigt. Sein neuer Stellvertreter wird Hartmut Schäfer, der schon einmal 1976-1983 Jugendwart war.
Im Frühjahr versagt das 2. Fahrzeug leider endgültig seinen Dienst. Dank einer vorgezogenen "Finanzspritze" seitens des Magistrats kann noch im Herbst ein neues Fahrzeug angeschafft werden, mit dessen Ausbau noch im gleichen Jahr gleichen Jahr begonnen wird. Durch den zugeteilten Schwerpunkt "Wasser und Umweltschutz" erhät die FFW Nieder-Bessingen eine Schmutzwasserpumpe, eine Tauchpumpe, einen Faltbehälter zum Auffangen von kontanimierten Flüssigekiten und weitere kleinere Ausrüstungsgegenstände.
Eine neue Wettkampfgruppe für den internationalen Wettkampf CTIF formiert sich. Zu dieser gehören:
Thomas Krause, Steffen Kubatzki, Nicole Pein, Nicolas Plomitzer, Markus Pompalla, Hartmut Schäfer, Antje Schröder, Christine Schulz, Marc Schulz, Carina Vekens, Thorsten Vekens und Liane Weber. Trainiert wird sie von Thorsten Vekens, der sich bereits seit vielen Jahren als erfolgreicher Trainer der Jugendfeuerwehr bewährt hat.
 

2008

Zur Jahrshauptversammlung zieht sich Ralf Hablowetz nach 20 Jahren Vorstandsarbeit aus dem Vorstand zurück. Nachfolger wird Dierk Keil. Auch Harald Lotz legt nach 14 Jahren das Amt des Rechners ab. Zum Nachfolger wird Steffen Kubatzki gewählt, der bereits bei der Jugendfeuerwehr als Kassenwart tätig war.
Der Vorstand setzt sich nach dieser Jahreshauptversammlung wie folgt zusammen:
  • 1. Vorsitzender / Stellv. Wehrführer Dierk Keil
  • 2. Vorsitzdender Axel Lotz
  • Wehrführer Markus Pompalla
  • Rechner Steffen Kubatzki
  • Schriftführer Heinz Theo Wagner
  • Pressewart Christian Krause
  • Beisitzer Carina Vekens
  • Beisitzer Hans Jürgen Pein
Bei der von Markus Pompalla an der Jahrshauptversammlung vorgestellten Fünf-Jahres Statistik zeigt sich, daß die FFW Nieder-Bessingen nach Lich-Mitte die meisten Einsätze der Licher Wehren zu leisten hatte.
Die CTIF-Wettkampftruppe qualifiziert sich für den Internationalen Wettkampf in Brixen (Südtirol). Außerdem sicherte sich die Mannschaft auf Anhieb das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze. Bei der Hessenmeisterschaft reichte die Leistung zwar nicht zum Hessenmeister, diese Leistung hätte allerdings in acht Bundesländern zu Sieg geführt, was für den Anfang bereits eine beachtliche Leistung darstellt. In Italien sicherte sich die Gruppe mit den Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber eines der höchsten Leistungsabzeichen des Südtiroler Feuerwehrverbandes. Insgesamt nahm die Mannschaft an zwölf Wettkämpfen teil.
 

2009

An der Jahreshauptversammlung bat Christian Krause sein Amt neu zu besetzen. Lena Kestawitz wurde seine Nachfolgerin.
Im Oktober beginnt der lang ersehnte Neubau des Gerätehauses. Nun erhält die Feuerwehr getrennte Umkleideräume und WCs/Duschen für Damen und Herren. Auch ein Raum für die Jugendfeuerwehr und ein Verwaltungsraum kommen dazu. Bereits sieben Wochen später ist Richtfest.
 

2010

An der Jahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2009 wurde der gesamte Vorstand gewählt. Bis auf Axel Lotz und Carina Vekens, die nicht mehr zur Wahl standen, wurde der gesamte Vorstand in seinem Amt bestätigt. Neuer 2. Vorsitzdender wurde Michael Pein, Beisitzer aus der Einsatzabteilung wurde Thorsten Vekens. Dieser gab nach 14 Jahren sein Amt als Jugendfeuerwehrwart ab, was nun Markus Kerscher übernimmt.
Im Laufe des Jahres gab es wieder zahlreiche Aktivitäten. Das Osterfeuer, welches bei schlechtem Wetter stattfinden musste, das Treffen der Alters- und Ehrenabteilung an der Grillhütte, der Besuch des Kreisfeuerwehrfest und vieles mehr.
Auch wurde das Jahr 2010 ein "Rekordjahr". Neben 22 Einsätzen der Einsatzabteilung, zahlreichen erfolgreichen Wettbewerben der Wettbewerbs- und Jugendabteilung, wurde in vielen tausend Stunden an der Fertigstellung des neuen Gerätehaus gearbeitet, welches voraussichtlich im April 2011 offiziell "in Dienst gestellt" werden soll.
 

2011

Nach zwei Jahen an der Vereinsspitze legte Dierk Keil bei der Jahreshauptversammlung sein Amt nieder. Die Doppelbelastung aus Wehr- und Vereinsführung war zu groß. Als Nachfolger wurde einstimmig Thorsten Vekens gewählt. Da sein Platz als Beisitzer im Vereinsvorstand damit vakant wurde wählte man, ebenfalls einstimmig, Kathrin Bechthold als Ersatz.
Etwas kürzer war die Amtszeit des Jugendfeuerwehrwart Markus Kerscher. Er übernimmt ab sofort, mit Unterstützung von Marion Roth, die an diesem Abend gegründete Minifeuerwehr "Minilöscher". Die Geschicke der Jugendfeuerwehr leiten fortan Hartmut Schäfer und Lena Kestawitz.
Als Kassenwart wurde Nicole Pein gewählt, die das Amt von Steffen Kubatzki übernimmt. Dieser hatte sein Amt niedergelegt.
Bürgermeister Klein und Stadtbrandinspektor Römer bedankten sich für das herausragende Engagegement, vor allem beim Umbau des Gerätehaus aber auch der tollen Jugendarbeit, welche den Titel "Feuerwehr des Monats Januar 2011 in Hessen" vom Hessischen Innenminister zur Folge hat. Diese Urkunde wurde uns vier Tage später, am 18.01.2011, in einer großen Feierstunde durch Staatssekretär Koch überreicht.
Nur weitere zwei Tage später bekam die Einsatzabteilung ihr neues Einsatzfahrzeug - ein LF 8/6 (Bj 1996 - von der Einsatzabteilung Langsdorf).
Gründung der Minifeuerwehr - "Feuerwehr des Monats" - Fertigstellung des Gerätehaus - "in Dienststellung" des neuen LF 8/6 - was ein Jahresbeginn!
Und es ging weiter. Nur wenige Monate später wurde bei der Wettbewerbsgruppe eine Damenmannschaft gegründet.
Auf Anhieb konnte man sich als Vize-Landesmeister für die Deutsche Meisterschaft 2012 qualifizieren.
Das Jahr 2011 ist das Jahr mit den bisher meisten Einsätzen. 39 an der Zahl, wobei ein Großteil auf das Unwetter vom 24./25. August zurückzuführen ist.
Zahlreiche Einsatzstellen in Bessingen und dem ganzen Licher Stadtgebiet galt es hier abzuarbeiten.
 

2012

Nach einer Jahreshauptversammlung, bei der es keine Neuwahlen gab, nutzte man eine Dauerfrostperiode um hinter dem Feuerwehrhaus auf der Wiese eine Eisfläche zu erstellen. Über mehrere Tage wurden mittags Kinder und Eltern mit warmen Getränken versorgt. Höhepunkt die 1. Nieder-Bessinger Eisnacht am 11.02. bei der viele Einwohner erschienen um gemeinsam Schlittschuh zu laufen oder das ein oder andere heiße Getränk zu sich zu nehmen.
Nur 14 Tage später fand der 3. Nieder-Bessinger Kuppelcup statt zudem wieder viele Teams in Lich angetreten waren.
Am ersten Juni-Wochenende ein Spektakel in Nieder-Bessingen. Der Deutschlandpokal im CTIF wurde in Nieder-Bessingen ausgetragen. Über 50 Mannschaften und 500 Wettbewerbssportler kamen nach Nieder-Bessingen um sportliche Höchstleistungen zu zeigen und gemeinsam zu feiern.
Mit dabei alles was Rang und Namen hat aus Feuerwehr und Politik!
Neben dem Kreismeistertitel der Jugendeuerwehr (nach einem Jahr aussetzen) konnte man auch den Gesamtsieg der Deutschlandpokalwertung feiern. Die Damen haben innerhalb von zwölf Monaten unglaubliches geschafft!
Bei der Deutschen Meisterschaft in Cottbus konnte man den nächsten Erfolg feiern. Mit dem Titel "Deutscher Vizemeister" konnte man sich für die, nur alle vier Jahre stattfindende, Weltmeisterschaft 2013 in Frankreich qualifizieren.
Dem Team gehörten an: Malin Schemm, Laura Möbus (Reiskirchen), Nicole Pein, Kathrin Bechthold, Laura Weber, Dragica Podgorski (Heldenbergen),Tessa Pompalla, Carina Vekens, Margit Richter (Heldenbergen), Liane Weber und Denise Bayer (Heldenbergen).
Mit dem Deutschlandpokal nahm man auch am Wettbewerb "Feuerwehr der Zukunft" teil und erreichte Platz 3 und gewann 500 Euro.
Neben neuen Helmen für die Atemschutzgeräteträger konnte man u.a. auch einen CO-Warner in Dienst nehmen.
 

2014

Zum Jahresbeginn legten die Jugendwarte Hartmut Schäfer und Lena Kestawitz ihr Amt nieder. Nachfolger wurden Marc Kowal als Jugendwart und Markus Kerscher als sein Stellvertreter.
 
 
Verfasser/Quellen der Chronik:
  • Die Chronik von 1897 - 1972 wurde verfasst von Kamerad Wilhelm Lamp.
  • Die Fortsetzung von 1973 - 1997 wurde von Kamerad Ralf Hablowetz ergänzt.
  • Von 1998 - 2010 erfolgte die Ergänzung von Kamerad Klaus Wörner
  • 2011-2013 wurden notiert von Carsten Kestawitz
  • seit Mitte 2013 Marc Kowal